Seligsprechung in Krakau: Neun Salesianer Don Boscos gewürdigt

Veröffentlicht am: 11. Juni 2026

Am Samstag, 6. Juni 2026, wurden neun in deutschen Konzentrationslagern ermordete polnische Ordensbrüder der Salesianer Don Boscos seliggesprochen. Kurienkardinal Marcello Semeraro leitete die Zeremonie und würdigte in seiner Predigt die neun Märtyrer, die sich in den Konzentrationslagern Auschwitz und Dachau als Seelsorger um Mitgefangene kümmerten und von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Die Salesianer waren in verschiedenen polnischen Regionen als Seelsorger und Erzieher tätig. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie von den deutschen Besatzern aus „Hass auf den Glauben" verhaftet und getötet. Pater Jan Swierc, Pater Ignacy Antonowicz, Pater Karol Golda, Pater Włodzimierz Szembek, Pater Franciszek Ludwik Harazim, Pater Ludwik Mroczek, Pater Ignacy Dobiasz und Pater Kazimierz Wojciechowsky starben zwischen Juni 1941 und September 1942 in Auschwitz, Pater Franciszek Miska im Mai 1942 im KZ Dachau.

Semeraro, Präfekt der Vatikanbehörde für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, feierte den Gottesdienst gemeinsam mit den Erzbischöfen von Krakau und München-Freising, den Kardinälen Grzegorz Rys und Reinhard Marx. Ebenso kam Polens Präsident Karol Nawrocki zu der Feier.

Auch eine deutsche Delegation unter Leitung von Provinzial P. Reinhard Gesing nahm an der Seligsprechung in Krakau teil, darunter drei Ordensbrüder aus Regensburg: P. Jörg Widmann, Banraplang Nongrum und David Thongnibah.

Weitere Information zu den neun Seligen.

Text: Marion Neuwirth/RefÖA
Gruppenfoto: Marion Neuwirth